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Lloyd Fonds Holland II – Fremdkapital zum Großteil in Schweizer Franken

Der Fonds hatte bekanntlich in vier Büroimmobilien (Almere, Amersfoort, ‘s-Hertogenbosch und Breda) in den Niederlanden investiert. Die erforderlichen Geldmittel wurden dabei nicht nur von den Anlegern selbst aufgebracht, sondern zu 54,54 % durch Fremdkapital in Form von Bankendarlehen. Etwa die Hälfte dieses Fremdkapitals – nämlich EUR 11.400.000,00 – wurde in Schweizer Franken (CHF) aufgenommen. Diese Wechselkursbindung schien sinnvoll, denn bis zum 15.01.2015 hatte die Schweizer Nationalbank einen Mindestwechselkurs von 1,20 CHF/EUR festgelegt und so verhindert, dass der CHF gegenüber dem EUR weiter erstarkt.

Als die Schweizer Nationalbank sich am 15.01.2015 entschloss, diese Bindung aufzuheben, verlor der EUR ganz massiv an Wert. Dies hat zur Folge, dass sich das in CHF valutierende Darlehen stark verteuert hat.

Währungsrisiko: Aufheben des Mindestwechselkurses führt zu Nachforderung der Bank

Mit Schreiben vom 17.02.2015 hat die Lloyd Treuhand GmbH ihre Anleger darüber unterrichtet, dass der EUR-Wert des Darlehens schlagartig um EUR 5.000.000,00 gestiegen ist. Um das in CHF valutierende Darlehen abzutragen, müssen also EUR 5.000.000,00 mehr aufgewendet werden als geplant. Zum Ausgleich der „Wechselkursabweichung” hat die Fondsgesellschaft einen Betrag von rund EUR 1.800.000,00 bei der finanzierenden Bank hinterlegt. Diese verlangt eine Erhöhung der Sicherheit, die nach Angaben der Treuhand allerdings nicht geleistet werden kann, da die Liquidität erschöpft ist.


Erschwerend kommt hinzu, dass das Darlehen ursprünglich zu einem Wechselkurs von 1,66 CHF/EUR aufgenommen worden war und bereits der Kursanstieg auf 1,20 CHF/EUR ein tiefes Loch in die Kasse gerissen hatte.

Totalverlustrisiko oder sogar Nachhaftungsrisiko droht

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser konnte bereits bundesweit zahlreiche Anleger zum Inhalt und Ablauf des Beratungsgespräches hören, in keinem einzigen berichteten Fall wurden über die relevanten Risiken (Totalverlustrisiko Währungsrisiko, etc.) vollständig und zutreffend aufgeklärt. Auch konnte Rechtsanwalt Eser den Verkaufsprospekt bereits prüfen, nach seiner Auffassung ist dieser mit Fehlern behaftet, so dass den Anlegern auch zusätzliche Schadensersatzansprüche wegen Prospekthaftung zustehen müssten.

Anleger, die sich beim Lloyd Fonds Holland II schlecht beraten fühlen, weil sie etwa über das Totalverlustrisiko, Währungsrisiko oder das Nachhaftungsrisiko nicht hinreichend informiert wurden, tun sicherlich gut daran, sich anwaltlich beraten und prüfen zu lassen, ob Schadensersatzansprüche gegen die Beraterbanken zustehen und geltend gemacht werden können.