Wölbern Frankreich 04

 

Wölbern Frankreich 04, Prospekturteil

 

Nach Medienberichten soll das Landgericht Hamburg im Dezember 2015 erstmals die Fehlerhaftigkeit des Verkaufsprospektes Wölbern Frankreich 04 festgestellt haben.

 

Danach ist das Landgericht Hamburg der Auffassung, dass der Prospekt wegen gravierender Mängel fehlerhaft ist. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss eine beratende Bank, die einen fehlerhaften Prospekt verwendet, vor Abgabe der Beitrittserklärung die Fehler und Lücken des Prospektes richtig stellen. Tut sie das nicht haftet sie schon deshalb auf 100 %-igen Schadenersatz.

 

Daneben muss auch die Bank mit bankkritischem Sachverstand sowohl den Prospekt als auch das streitgegenständliche Anlagekonzept prüfen.

 

Das Landgericht Hamburg hat insoweit festgestellt, dass die Bank den in Streit stehenden Verkaufsprospekt nicht mit banküblichen Sachverstand geprüft hat.

 

Das Landgericht Hamburg sieht den Prospekt in drei wesentlichen Punkten für fehlerhaft an. Dabei wird insbesondere auf die Frage der Haftung, die fehlenden Non recourse-Klauseln sowie die Mietanpassungsmöglichkeit nach französischem Recht abgestellt.

 

Sehr gute Chancen auf Schadenersatz wegen fehlerhaften Prospekts, aber auch wegen Falschberatung!

Schadensersatzklagen die auf einen fehlerhaften Prospekt gestützt werden, haben sehr gute Chancen, wenn die erkennenden Gerichte, wie hier, die Fehlerhaftigkeit einmal festgestellt haben. Dann kommt es bei einer Bankberatung auch nicht mehr auf die Beweisbarkeit der Falschberatung an. Sowohl die beratende Bank als auch Prospektverantwortliche können hier insoweit auf Schadenersatz verklagt werden.

 

Gleichwohl können geschädigte Anleger auch kumulativ Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Aufklärung und Beratung geltend machen. Im Rahmen der Aufklärungs- und Beratungsgespräche müssen die Bankberater auch auf die spezifischen und strukturellen Risiken der vermittelnden Anlage sowie über die Höhe der empfangenen Provisionen (Kick Backs) hinweisen.

 

Beratung und Vermittlung durch Banken und Sparkassen?

Diejenigen Anleger die die Anteile an dem hier in Rede stehenden Immobilienfonds durch vorhergehende Beratung und Vermittlung durch Banken und Sparkassen erhalten haben, können sich auf eine günstige anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes berufen.

 

Danach müssen diese Berater nicht nur anlegergerecht sondern auch objektgerecht beraten. Kann der Bank bzw. der Sparkasse nur eine Pflichtverletzung nachgewiesen werden, haftet die Sparkasse bzw. Bank auf 100-prozentige Rückabwicklung, Zug um Zug gegen Übertragung der wertlosen Beteiligungsrechte.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser empfiehlt interessierten Anlegern, sich so schnell wie möglich von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt informieren und beraten zu lassen. Insoweit laufen im Hintergrund zwei Verjährungsfristen ab.

 

Für eine erste kostenfreie Beratung kann insoweit auch der Kontakt, telefonisch unter 0711/217235-0 oder über die Homepage unter www.eser-law.de, aufgenommen werden. Es empfiehlt sich insoweit die Kontaktmöglichkeiten auf unserer Homepage zu benutzen.

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser ist seit 13 Jahren als spezialisierter Anwalt im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts bundesweit tätig. Daneben ist er auch als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart tätig.