Santa V-Serie, MS Santa Victoria, MS Santa Virgina und MS Santa Priscillia

 

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25.11.2013 

Nach einem aktuellen Bericht des Fondstelegramms vom 24.11.2013, wurde vom Amtsgericht Niebüll das Vermögen der beiden Schiffsgesellschaften der Santa V - Serie, MS Santa Victoria und MS Santa Virginia, deren Dachgesellschaft, sowie das Vermögen der Schiffsgesellschaft MS Priscilla aus dem Fonds Santa - P - Schiffe unter die vorläufige Insolvenzverwaltung durch den Hamburger Rechtsanwalt Hagen Freiherr von Diepenbroick gestellt (Az. 5 IN 120-123/13).

 

Geschäftsführer und Vertragsreeder Claus-Peter Offen teilt dazu mit, "dass die Gesellschafter Anfang Oktober über die wirtschaftliche Situation des Fonds und eine geplante Kapitalmaßnahme informiert worden seien. Die Abstimmung über die Kapitalmaßnahme habe jedoch gezeigt, dass wegen der sehr niedrigen Bereitschaft der Gesellschafter, sich an einer Kapitalmaßnahmen zu beteiligen und der Tatsache, dass für beide Schiffe bisher keine neue Beschäftigung gefunden werden konnte, eine Fortführung der Kommanditgesellschaft nicht mehr möglich ist. Die Banken signalisierten zu dem keine Bereitschaft, Tilgungs- und Zinszahlungen auszusetzen", so Herr Claus-Peter Offen nach Fondstelegramm.

 

Betroffen sind von der Insolvenz hunderte von Anlegern.

 

Anders als bein den überwiegenden der bisherigen Schiffsinsolvenzen handelt es sich hier aber um vergleichsweise große Schiffe.

 

Geschädigte Anleger sollten Ihre Ansprüche hierbei gegen Anlageberater und Prospektverantwortliche zeitnah prüfen und gegebenenfalls durchsetzen zu lassen. Jedenfalls besteht im Einzelfall die Möglichkeit einer hundertprozentigen Rückabwicklung der Schadenseinlage.

 

Weitere Ansprüche können gegen die Vermittler solcher Fondsbeteiligungen, wegen Verletzung von Informations- und Aufklärungspflichten, in Betracht kommen. Bei einem stillschweigend abgeschlossenen Anlageberatungsvertrag trifft den Anlageberater die Pflicht den Anlageinteressenten anleger- und objektgerecht zu beraten. Ferner müssen über "Retrozessionen/Innenprovisionen" sog. "Kick backs" grundsätzlich aufgeklärt werden.

Aktuelle Entscheidungen des Bundesgerichtshofes haben hier die Ausgangslage zu Gunsten des Anlegers deutlich verbessert. Diese Aufklärungspflicht wurde in der Vergangenheit regelmäßig nur selten erfüllt, sodass allein diese Nichtaufklärung für die Geltendmachung von Schadensersatz ausreichen kann.

Die Fachanwaltskanzlei Eser vertritt bereits bundesweit zahlreiche geschädigte Anleger. Für den Anleger ist insbesondere von erheblicher Bedeutung, dass er bei zugestandenem Schadensersatzanspruch (Rückabwicklung = sog. negatives Interesse), neben dem Beteiligungskapital auch den entgangenen Zinsgewinn geltend machen kann, der ihm dadurch entgangen ist, dass er das gebundene Beteiligungskapital nicht anderweitig gewinnbringend anlegen konnte.