Mittelstandsanleihen

 

Falschberatung und Verlust mit Mittelstandsanleihen? Rechtliche Handlungsmöglichkeiten!

 

Hohe Anforderungen an die Beratung!
Bei der Vermittlung von Mittelstandsanleihen sind hohe Anforderungen an die Beratung zu stellen.

 

Abgesehen von einer anleger- und anlagegerechten Beratung muss das Anlageprodukt vom Berater auf Plausibilität geprüft werden. Das betrifft  z.B. Kennzahlen wie das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und Ebitda (betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Rentabilität eines Unternehmens). Auch ist der Anleger über das Rating des Unternehmens zu informieren.

 

Falschberatung führt zur Haftung!
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann der auf einer fehlerhaften Beratung beruhende Erwerb einer für den Anlageinteressenten nachteiligen, seinen konkreten Anlagezielen und Vermögensinteressen nicht entsprechenden Kapitalanlage bereits für sich genommen einen Schaden darstellen und damit zur Haftung führen. Anleger, die vor allem über die Risiken und Kosten - nicht zuletzt auch die Provisionen -  nicht richtig und vollständig aufgeklärt wurden, sollten ihre Beteiligungen durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.

 

Ersteinschätzung kostenlos! Bundesweit.
Sollten Sie Schaden durch eine Falschberatung erlitten haben, bieten wir Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falles. 


Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht können Sie schnell über Ihre Ansprüche, Erfolgsaussichten und Kosten informieren. So erfahren Sie umgehend, ob die Beauftragung eines Anwaltes für Sie Sinn macht. 


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Allgemeines:

Mittelstandsanleihen sind eine vergleichsweise neue Form der Refinanzierung mittelständischer Unternehmen über den Kapitalmarkt. Dabei handelt es sich um Unternehmensanleihen mit einem Emissionsvolumen von üblicherweise 15 bis 150 Mio. EUR, die entweder von dem Emittenten in Eigenregie (Eigenemission) oder mit Unterstützung von Investmentbanken (Fremdemission) begeben werden. I. d. R. beträgt die Laufzeit fünf Jahre und die Anleihen enthalten einen festen Zinskupon, der regelmäßig einen Aufschlag von bis zu sechs Prozentpunkten zu großen Unternehmensanleihen gleicher Laufzeit aufweist. Sie sind mit verschiedenen Schutzklauseln (-> Covenants) ausgestattet, i.d.R. nicht dinglich besichert (Ausnahme: Immobilien-/Projektanleihen) und nicht nachrangig gegenüber sonstigen unbesicherten Finanzverbindlichkeiten. Da mit einer Mittelstandsemission neben institutionellen Investoren und kleineren Familiy Offices insbesondere auch Privatanleger adressiert sind, werden die Bonds gewöhnlich in einer Mindestnominalen à 1.000 EUR angeboten.

 

Einbeziehung und Notierungsaufnahme erfolgen i.d.R. in einem der sechs Börsensegmente für Mittelstandsanleihen. Die hauptsächlich von nationalen Agenturen wie Creditreform, Euler Hermes und Scope erstellten Ratings sind an beinahe allen Börsenplätzen obligatorisch – es sei denn, das Unternehmen ist bereits an einer deutschen Börse aktiengelistet. Die Refinanzierung bestehender kurz- bis mittelfristiger Verbindlichkeiten, die Diversifikation der Finanzierungs- und Kapitalstruktur aber auch spezielle Projektfinanzierungen und mögliche Akquisitionsvorhaben gelten als die häufigsten Verwendungszwecke der frischen Anleihemittel.

 

Handelbarkeit: Angesichts der geringen Emissionsvolumina kann der Handel mit Mittelstandsbonds über die Börse eingeschränkt, die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs (-> Spread) besonders groß sein. Bei Anleihevolumina im unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag und gewohnter 1.000er-Stückelung sind die Handelsumsätze und somit schließlich auch die Handelsintensität geringer als bei höheren Volumina – i.d.R. halten Investoren zudem ihre Anteile längerfristig. Eine börsennotierte Mittelstandsanleihe kann daher oft nur bedingt über die Börse gehandelt werden, da die Aktivität auf Käufer- und Verkäuferseite einfach geringer ist. Durch die Bestellung sogenannter -> Market Maker soll die fortwährende Handelbarkeit zu verbindlichen und marktgerechten Kursen sichergestellt werden.