IVG EuroSelect 12 - 60 London Wall

 

Kostenlose Erstberatung

 

Rechtliche Situation:

Schadensersatzklagen gegen Berater und Vermittler (in diesem Fall waren es mehrheitlich Banken, zumeist die Commerzbank) und Prospektverantwortliche sind auch nach Verkauf der Immobilie grundsätzlich noch möglich. Insoweit ändert hieran auch nicht eine mögliche Insolvenz oder Liquidation eines Publikumsfonds.

 

Kann dem Bankberater insoweit nur eine einzige Aufklärungspflichtverletzung nachgewiesen werden, so haftet die Bank auf 100- prozentige Rückabwicklung. Der geschädigte Anleger erhält als Schadensersatz, grundsätzlich die geleistete Anlage, und wird daneben von Ansprüchen Dritter, z.B. von Rückforderungsansprüchen wegen erhaltener Ausschüttungen, freigestellt. Daneben steht grundsätzlich dem Anleger auch noch der entgangene Gewinn mit einer hypothetischen alternativen Geldanlage zu.

 

Weitere Schadenersatzansprüche sind auch gegenüber Gründungsgesellschafter und Treuhandgesellschaften möglich. Diese haften ebenfalls für die Falschberatung durch den eingesetzten Vertrieb. Daneben muss eine Bank auch auf Fehler und Lücken des verwendeten Prospektes hinweisen.

 

Schadensersatzansprüche geschädigter Anleger verjähren jedoch, so dass die im Hintergrund ablaufende Verjährungsfrist dringend zu beachten ist.

 

Nach Auffassung von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser droht die Verjährung zum 31.12.2015.

 

Anleger sollten weiterhin die Höchstverjährungsfrist, ab Beitritt zum geschlossenen Immobilienfonds tagegenau 10 Jahre, notieren und dringend beachten. In vielen Fällen läuft auch diese Ende 2015 bzw. Anfang 2016 ab.

 

Situation des Immobilienfonds:

 

Trotz hoher Verkaufs­erlöse des Fonds IVG Euro Select 12 verlieren etwa 6 300 Anleger Geld.

 

Eser Rechtsanwälte vertreten bundesweit zahlreiche geschädigte Anleger. Kostenlose Erstberatung wird angeboten.

 

Die von Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser gehörten Anleger haben die geschlossenen Immobilienfondsbeteiligungen mehrheitlich zur Altersvorsorge von verschiedenen Banken (Commerzbank, Dresdner Bank, Volksbank) und Sparkassen, 2006 vermittelt erhalten.

 

Der geschlossene Fonds kaufte bekanntlich 2006 die Immobilie „60 London Wall“. Die rund 6000 Anleger steuerten 159 Millionen Euro bei, Banken gaben 199 Millionen Euro Kredit.

 

Hintergründe der eingetretenen Schieflage:

 

Die allermeisten Anleger kannten die vertrackte und undurchschaubare finanzielle Konstruktion der Beteiligungsgesellschaft nicht. Die mit dieser finanziellen Konstruktion verbundenen Risiken wurden von den Bankberater verschwiegen.

 

Der Fonds ging nämlich Tausch­geschäfte (Swaps) ein, um Vorteile bei der Finanzierung zu haben. Das brachte ihm das Risiko, bei ungüns­tiger Entwick­lung mehr zahlen zu müssen.

 

Über diese produktspezifischen Besonderheiten wurden die von Fachanwalt Eser gehörten Anleger nicht oder nicht ausreichend informiert.

 

Die Risiken mit der rechtlichen und finanziellen Konzeption realisierten sich schließlich:

 

Denn mit dem Ausbruch der Finanzkrise sanken in den Folgejahren die Immobilienpreise. 

 

Im Jahr 2009 sank der Wert der Immobilie in britische Pfund von 204 Millionen auf nur noch 156 Millionen. Der Anteil der Kredite am Verkehrs­wert stieg stark. Ende 2009 erreichte er 87,3 Prozent. In den Verträgen war aber fest­gelegt, dass der Kredit­anteil 70 Prozent nicht über­steigen darf. Die Tausch­geschäfte entwickelten sich daher ungünstig.

 

Aufgrund der Finanzierungs- und Vertragskonstruktion forderten dann die Banken zusätzliche Sicherheiten.

 

Die negative Folge für die deutsche Anleger war, dass der Fonds nicht mehr an die Anleger ausschütten durfte. Schließ­lich zwangen ihn die Banken, die Immobilie vorzeitig zu verkaufen. rotz Rekord­gewinns aufgrund wieder gestiegener Immobilien­preise und zusätzlichen Währungs­gewinnen verlieren Anleger daher ein Großteil ihrer Einlage, so Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser aus Stuttgart und Berlin.